Städte und Gemeinden 4.0 - Future Communities: Neues Projekt Digitalisierung und Heimat

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Foto: Pixabay
 
Neues Projekt des Gemeindetags im Rahmen von Städte und Gemeinden 4.0 - Future Communities: „Digitalisierung und Heimat - Digitalisierung braucht Heimat. Heimat braucht Digitalisierung.“
 
„Die Gemeinde ist zu dem Ort geworden, in dem ich wohne, aber die Gemeinde ist nicht mehr meine Heimat“, so oder so ähnlich denken viele Bürgerinnen und Bürger über ihre Gemeinde. In Zeiten von Facebook, Whats App, Instagram und SnapChat finden die Menschen zunehmend ihr soziales Netz und ihre Lebenswelten im Netz. Mit dem Projektvorhaben "Digitalisierung und Heimat" hat der Gemeindetag ein Projekt gestartet, das die Bedeutung der Gemeinde als Ort der realen Begegnung stärkt. 
 
Vom Wohnort zum Lebensort
 
Ziel des Projekts ist es, den sozialen Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken und die emotionale Bindung an die reale Gemeinde zu revitalisieren. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll sich mit seiner Gemeinde identifizieren können. Die Gemeinde soll auch in einer digitalen Welt Heimat bleiben.
 
Der Ideengeber 
 
Urheber und Ideengeber dieses Projekts ist Prof. Dr. Klaus Koziol. Er ist Inhaber einer Professur für Social Marketing an der katholischen Hochschule Freiburg. 
 
Umsetzung des Projekts vor Ort in den Städten und Gemeinden 
 
Über Befragungen von Bürgern, Verwaltungsmitarbeitern sowie lokalen Unternehmen soll die Identität der Gemeinde herausgearbeitet werden. Ein sich daraus ergebendes aktuelles  Stimmungsbild wird das  Verhältnis  der  Bürgerinnen  und  Bürger  zu  ihrer Gemeinde  wiedergeben und als  Ausgangspunkt  zur  Entwicklung  der Gemeindeidentität dienen.
 
Mithilfe eines individuellen Maßnahmenpools soll schließlich die  neue Identität vor Ort verankert und so für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar werden. Die digital-mediale Umsetzung kann bspw. über die gemeindliche Webseite, die Bürger-App oder Social-Media-Kanäle erfolgen. Denkbar ist auch ein neues Motto,  ein  Imagefilm,  ein  neues  Logo,  eine  Imagebroschüre  oder  die  Neuausrichtung  der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit. 
 
Viele Teilenehmer am Interessensbekundungsverfahren
 
Bis zum 04.06.2018 hatten Mitgliedsstädte und -gemeinden die Möglichkeit, ihr Interesse an einer Teilnahme am Projekt zu bekunden. 
 
Aus den eingegangenen Interessensbekundungen wird nun eine Fachjury unter Beteiligung des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg geeignete Städte und Gemeinden auswählen. Dabei wird die Jury ganz besonders auf eine  regionale  Ausgewogenheit  sowie unterschiedliche Einwohnergrößenklassen achten.
 
Nach erfolgter Auswahl der potentiellen Projektstädte und -gemeinden wird der Gemeindetag in einem weiteren Schritt einen gemeinsamen Projektantrag ausarbeiten und diesen zur Prüfung beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg einreichen. Dem Ministerium obliegt sodann die finale Entscheidung über eine Förderung des Projektvorhabens.
 
 
Das Projektvorhaben wird vorbehaltlich einer Förderung durch das Land Baden-Württemberg umgesetzt. Es ist eine Förderung in Höhe von insgesamt bis zu 1 Million Euro über einen Projektzeitraum von zwei Jahren vorgesehen. 
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